Freie Spitzen bei der Arbeitsagentur
Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg beschäftigt offenbar Mitarbeiter, die Stellenausschreibungen auf "Benachteiligungen" prüfen. Vielleicht hat man ja durch die statistisch fast erreichte Vollbeschäftigung "freie Spitzen", um sich nun schon mit der Stimmigkeit der Stellen anderer statt der Vermittlung selbiger zu beschäftigen.
Jedenfalls wurde von jener Abteilung an unsere Adresse angeprangert, dass manche unserer Stellenausschreibungen nicht mit dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) vereinbar sind. Die Stelle "Feuerwerksexperte" beispielsweise verletze die AGG-Rechte der Frau.
Wir haben daher mittlerweile einen Klammerzusatz "Mensch/ -in" im Überschriftstext der Stelle verfasst, der dem AGG nun hoffentlich genügt.
Liebe Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit: Könnte es sein, dass sich Ihnen anvertraute Hilfebedürftige benachteiligt fühlen, weil fast die Hälfte von denen a) in der Statistik gar nicht auftauchen und vor allem b) eine "monatliche Arbeitslosen- und (im Sinne des AGG auch eine) Arbeitslosinnenstatistik" erwarten?
Wir jedenfalls konzentrieren uns auf das, was arbeitslose Bewerber und Unternehmen von uns erwarten: sie unkompliziert zueinander bringen.

